Die Etrusker

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Ausgrabung einer Etruskersiedlung

Die Etrusker kamen als Hirtenkrieger in der Zeit zwischen 1200 und 800 v.Chr. nach Mittelitalien. Auch als räubernde und brandschatzende Piraten, die ihre Gegner auch versklavten, machten sie sich einen Namen. Sie wurden in der mittelitalienischen Region, die wir heute als Toskana bezeichnen, sesshaft und weiteten das Gebiet bis auf die Insel Korsika und nach Neapel aus. Sie zwangen die unterjochten alteingesessenen Bauern zu Sklavendiensten auf den Feldern. Zu ihrem eigenen Schutz bauten sie sich Wehranlagen, die sich später zu Siedlungen und dann den ersten toskanischen Städten entwickelten. Besonders die frühe Eisenproduktion bescherte den Etruskern ihre Ausnahmestellung.

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Reste von Häusern und Straßen

Das begehrte Erz fanden sie auf der Insel Elba in rauen Mengen. Das damalige Monopol in der Eisenproduktion bescherte den Etruskern großen Reichtum und war der Anfangspunkt zur Hochkultur im Mittelmeerraum. Nicht nur Waffen wurden produziert, auch Haushaltsgegenstände und Ackergerät aus Eisen fanden nun Anwendung. Schließlich wurden die handwerklichen Fähigkeiten der etruskischen Schmiede auch in der Schmuckproduktion angewandt. Kunstwerke aus Gold und Bronze waren bis in römische Zeit beliebte Geschenke und auch als Grabbeigaben wurden sie verwendet. Ausgrabungen haben das vielfältig gezeigt.

Bis ins 4.Jh.v.Chr. reichte ihre Herrschaft, bevor sie dann vom heranwachsenden Rom abgelöst wurden. Diese römische Zivilisation fußt aber auf einem etruskischen Fundament, ohne dessen kulturelle Leistungen die Entwicklung Roms, wie wir sie kennen, nie so erfolgreich hätte stattfinden können. Auch der heutige Name der Region "Toskana" geht, wie man heute weiß, auf die Etrusker zurück. Die Geschichte der Toskana und die kulturhistorische Entwicklung in Städten wie Florenz und Pisa hätte ohne die Besiedelung der Etrusker so nie stattgefunden.