Prato

Das toskanische Prato behauptet sich als drittgrößte Stadt der Toskana und ist bekannt für seine Kohlevorkommen, die Kunstschätze und die faszinierenden Kirchen. Gelegen zwischen Pistoia und Florenz rühmt sich Prato seit dem Mittelalter, eine der reichsten Städte Italiens zu sein. Die gut erhaltene mittelalterliche Altstadt mit ihrer Hauptflaniermeile und Fußgängerzone Via Mazoni bietet zahlreiche elegante Boutiquen und Geschäfte, beste Restaurants und Cafés, insbesondere Brogi am Domplatz. Das Gotteshaus San Fabiano aus dem 11. Jahrhundert lockt jährlich zahlreiche Besucher in die Stadt - insbesondere der Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert ist eine Attraktion sowie die Fußbodenmosaiken und das farbenfrohe Holzkreuz im Kircheninneren.

Den Grundstein für den Wohlstand Pratos legten bereits die Bewohner im Mittelalter mit ihren Stofffärbereien und Tuchwebereien. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde dieser durch Altkleiderrecycling weiter entwickelt. Geprägt durch den Geschäftssinn der Einwohner im Mittelalter erfand Francesco Dantini den bargeldlosen Zahlungsverkehr sowie die doppelte Buchführung. Seine Lebensgeschichte dokumentiert sein damaliges Geschäfts- und Wohnhaus - der Palazzo Dantini - mit zahlreichen Fresken auf den Hauswänden. Im Gebäude selbst sind mindestens 100.000 Korrespondenz-Schriftstücke, Policen und Handelsbücher einsehbar. Ein Besuch des Museums 'Museo del Tassato' rundet alles Wissenswerte um die Herstellung und Verarbeitung von Textilien ab.

Prato bringt seinen Einwohnern und Gästen gern moderne Kunstströmungen nahe - internationale moderne Kunst ist vorrangig in den weitläufigen Museumsräumen des 'Centro per l'Arte Contemporanea Luigi Pecci' zu sehen. Toskanische Kunst hingegen ist im 'Museo di Pittura Murale' zu bewundern, insbesondere Fresken und Wandmalereien. Besonders attraktiv zeigt sich Prato zum jährlichen Volksfest 'Festa del Sacro Congolo' zu Ehren der heiligen Madonna und ihrem Heiligen Gürtel.