San Gimignano - Die Turmstadt der Toskana

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Die Geschlechtertürme von San Gimignano

San Gimignano wird auch das Manhattan der Toskana genannt. Besonderes Merkmal der Stadt auf den Hügeln von Val d’Elsa sind die hoch aufragenden Türme, die der Stadt ihre außergewöhnliche Skyline verleihen. Die unweit Volterra gelegene 10.000 Einwohner starke Gemeinde genießt den Ruf, eines der Hauptanziehungspunkte der Toskana zu sein. Grund sind die 15 verbliebenen Geschlechtertürme. Diese galten im 13. und 14. Jahrhundert als Prestigebauten, die den Reichtum und Stand einer Patrizierfamilie representierten. Die Türme bauen durften nur adelige Familien. Aber nicht, dass es den normalen Einwohnern verboten war, solche Gebäude zu errichten, es gab auch strikte Regeln für die Patrizier. So sagte das Ortsrecht, dass kein Turm die Höhe eines öffentlichen Turmes, des Turmes des Palazzo del Podesta nicht überragen durfte. Um dies zu umgehen, bauten manche Familien zwei oder mehrere Türme. Erst, als der florierende Handel in der Region abebbte, verringerte sich auch die Zahl der Turmbauten. Einst waren es 72 Bauwerke mit einer Höhe bis zu 100 Metern.

Wegen seiner außergewöhnlichen Architektur wurde San Gimignano in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Diese Geschlechtertürme gibt es auch in anderen Regionen Italiens, aber nicht in dieser Bauhöhe und -dichte. Besonders zu empfehlen ist der Aufstieg auf den Torre Grosse. Der Aufstieg ist zwar mühsam, doch wird man mit einer der schönsten Aussichten der gesamten Toskana belohnt.