Volterra - Stadt des Alabasters

volterra, toskana, italien
Blick von Volterra ins Tal

Kommt man nach Volterra, es liegt nur ca. 50 km südlich von Pisa und 50 km vom Meer entfernt, sieht man die Stadt schon von weitem. Die Häuser drängen sich dicht auf einem einsam in der Ebene stehenden Felsen. Je näher man diesem unwirklichen Bild kommt, desto mehr begreift man, wie groß das ganze ist. Das Plateau ragt 550m über dem Tal der Cecina auf. Darauf finden Häuser, Plätze, Kirchen und noch mehr Platz - alles umgeben von einer wehrhaften Stadtmauer. Einst ein Zentrum des Handels und Handwerks ist Volterra heute einer der Anziehungspunkte in der zentralen Toskana.



volterra, toskana, italien
Turm in Volterra

Gegründet wurde Volterra von den Etruskern. Seine Geschichte reicht gute 3.000 Jahre zurück und das ist an allen Ecken der Stadt zu sehen. Besonders eindrucksvoll ist die Ausgrabung des antiken Amphitheaters „Teatro Romano di Vallebona“ (Ende des 1.Jh. v. Chr.) an der Stadtmauer. Weitere Zeugnisse etruskischer Geschichte findet man im Etrusker Museum „Guarnacci“. Von der originalen etruskischen Stadtmauer ist die Porta all'Arco als einziges Tor noch gut erhalten. Größtes Bauwerk der Stadt ist eine ehemalige Festung der Medici, die heute als Staatsgefängnis genutzt wird. Er beherrscht den Eindruck beim betreten der Stadt. Kommt man auf den Hauptplatz, so steht man vor dem Palazzo dei Priori, dem ältesten erhaltene Kommunalpalast der Toskana. Besonders zu empfehlen ist der besuch des Baptisteriums. Dieser Bau mit achteckigem Grundriss beherbergt ein Taufbecken von Andrea Sansovino. Leider sind aber auch viele architektonischen Zeugen der Geschichte der Stadt der Erosion zum Opfer gefallen. Die Schutthalden am Fuße des Berges zeugen davon.

Besonderen Ruhm erlangte Volterra durch sein Alabasterhandwerk. Die Schuckproduktion aus diesem weichen weißen Stein machte aus der Siedlung eine reiche Stadt. Alabasterschmuck war zu dieser Zeit sehr begehert.

Die Natur rund um Volterra ist eindrucksvoll. Hier befindet man sich im Herzen der Toskana. Leichte Hügel, an den Flanken mit Getreide und Olivenbäumen bewachsen, werden von einer Ziegelgedeckten Casa betrohnt. Die Wege schlengeln sich weich die Hügel hinauf und hinab und werden von unzähligen Zypressen gesäumt. Hier kann man zu Fuß, auf dem Fahrrad oder zu Pferde wunderschöne Touren durch eine der schönsten kulturlandschaften Europas unternehmen. Die beste Urlaubszeit sind dabei der Frühling, sowie Früh- und Spätsommer. Im Hochsommer steigen die Temperaturen leicht über die unangenehme 40°C-Marke. Eine Ferienwohnung Toskana kann man in Volterra leicht finden. Auch Ferienhäuser gibt es in der Umgebung der Stadt.